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Spritzguss-Serienwerkzeuge 1K

Spritzguss-Serienwerkzeuge 1K

Beim 1-Komponenten-Spritzguss (1K) entstehen Spritzlinge in einem einzigen Fertigungsschritt aus nur einem Material. Dieses Verfahren wird sowohl zur Herstellung technisch anspruchsvoller Bauteile als auch für hochdekorative Sichtteile eingesetzt. Die 1K-Spritzgusswerkzeuge werden so ausgelegt, dass sie die geforderten technischen, funktionalen und optischen Eigenschaften exakt erfüllen – von minimalen Maßtoleranzen und hoher Stabilität bis zu makellosen Oberflächen.

Wir setzen Projekte individuell um und können dank der ständigen Verfügbarkeit gängiger thermoplastischer Kunststoffe kurze Lieferzeiten realisieren.

Vorteile:

  • Hohe Präzision und Maßhaltigkeit

  • Geeignet für funktionale und optisch anspruchsvolle Bauteile

  • Kurze Zyklus- und Lieferzeiten durch gängige Materialien auf Lager

  • Wirtschaftlich bei mittleren bis hohen Stückzahlen

Nachteile:

  • Design und Materialwahl auf eine Komponente beschränkt

  • Zusätzliche Montageschritte nötig, wenn mehrere Materialien oder Farben gewünscht sind

 

Hochglanz­werkzeuge

A-Ober­flächen­werkzeuge

Hochglanz- und A-Oberflächenwerkzeuge werden eingesetzt, wenn Bauteile höchste Anforderungen an die Oberflächenqualität erfüllen müssen – beispielsweise bei hochwertigen Sichtteilen in der Automobilindustrie, im Haushaltsgerätebereich oder in der Unterhaltungselektronik. Bereits die Auswahl des geeigneten Werkzeugstahls ist entscheidend: Er muss lunkerfrei sein und sich für eine Hochglanzpolitur eignen. Die gesamte Werkzeugausführung wird so gestaltet, dass eine einwandfreie, hochglänzende Bauteilkontur erreicht wird – von der Materialwahl über die Bearbeitungsschritte bis hin zur finalen Politur..

Höchste Qualität durch Präzision

Auch während der mechanischen Bearbeitung von A-Oberflächenwerkzeugen gelten höchste Qualitätsanforderungen. Bereits beim Fräsen ist darauf zu achten, dass durch geeignete Frässtrategien und die richtige Auswahl der Bearbeitungswerkzeuge keine Verfestigungen im Stahl entstehen. Jeder Bearbeitungsschritt wird so ausgeführt, dass die Voraussetzungen für eine einwandfreie Hochglanzpolitur erhalten bleiben.

Für edle Ansprüche

Von der ersten Idee bis zum finalen Werkzeug wird bei Hochglanz- und A-Oberflächenwerkzeugen ausschließlich auf höchste Qualität geachtet. Die daraus gefertigten Bauteile werden häufig in Folgeprozessen verchromt oder mit Hochglanzlacken („Piano-Lack“) veredelt. Auch im letzten Arbeitsschritt – der Politur – gilt höchste Sorgfalt. Diese wird durch einen langjährigen Partner fachgerecht ausgeführt, um ein perfektes Endergebnis sicherzustellen.

Hoch­temperatur­werkzeuge

PPSU-Werkzeuge

Hochtemperaturwerkzeuge werden für die Verarbeitung von Kunststoffen mit deutlich höheren Schmelzetemperaturen als im Standard-Spritzguss eingesetzt. Dabei können Schmelzetemperaturen von bis zu 400 °C erreicht werden. Auch das Werkzeug selbst wird auf sehr hohe Temperaturen aufgeheizt – typischerweise bis etwa 200 °C.

Zum Einsatz kommen hochtemperaturbeständige thermoplastische Kunststoffe wie Polyphenylsulfon (PPSU) oder Polyetheretherketon (PEEK). Diese Materialien bieten besondere Eigenschaften, etwa hohe Wärmeformbeständigkeit, chemische Beständigkeit und mechanische Festigkeit, und werden häufig für anspruchsvolle Anwendungen in der Medizintechnik, Luftfahrt oder im Automobilbau verwendet.

Etagen­werkzeuge

Etagenwerkzeug Mittelsektion des Etagenwerkzeug

Etagenwerkzeuge verfügen über zwei Trennebenen, sodass die Kavitäten in zwei Ebenen hintereinander angeordnet sind. Der größte Vorteil liegt in der Verdopplung der Ausbringmenge bei gleicher Schließkraft im Vergleich zu einem Werkzeug mit nur einer Trennebene. Dadurch lassen sich Produktionskapazitäten deutlich steigern, ohne eine größere Maschine einsetzen zu müssen.

Das Etagenwerkzeug besteht aus zwei Auswerferseiten und einem Mittelstück mit zwei Düsenseiten. Nachteil: Aufgrund der zwei Trennebenen benötigt die Spritzgießmaschine eine deutlich größere Öffnungsweite und oft auch ein angepasstes Handlingkonzept.

Tandem­werkzeuge

Tandemwerkzeuge besitzen zwei Trennebenen und damit mindestens zwei Kavitäten. Diese Bauweise ermöglicht einen besonders effizienten Fertigungsablauf: Während in der ersten Kavität der Kunststoff eingespritzt wird, läuft in der zweiten Kavität bereits der Kühlprozess. Nach Abschluss der Kühlung öffnet sich die Trennebene der zweiten Kavität, und das Bauteil wird entformt. Währenddessen kühlt das Bauteil in Kavität 1 weiter.

Vorteil: Durch diesen versetzten Arbeitsablauf lassen sich die Prozesszeiten deutlich reduzieren, was die Produktivität erheblich steigert.
Nachteil: Tandemwerkzeuge sind konstruktiv komplexer und erfordern eine präzise Abstimmung der beiden Formhälften, was zu höheren Investitionskosten führen kann.

Gasinnendruck-Werkzeuge (GID/GIT)

Das Gasinnendruck-Verfahren (GID), auch Gasinjektionstechnik (GIT) genannt, wird vor allem für dickwandige Bauteile oder Hohlkörper eingesetzt – beispielsweise für Türinnengriffe, Außenspiegelgehäuse oder Türtaschen in der Automobilindustrie. Die Technik eignet sich jedoch auch für Anwendungen in anderen Branchen.

Funktionsweise: Nach dem Füllen der Kavität mit Schmelze wird Gas in den noch plastischen Schmelzekern injiziert. Der Gasdruck drückt die nicht erstarrte Schmelze über eine kleine Kavitätsöffnung in eine Nebenkavität. Dadurch wird der äußere Bereich der Schmelze fest an die Wandung der Kavität gepresst. Alternativ kann die Kavität nur teilweise mit Schmelze gefüllt werden; das Gas übernimmt dann die restliche Formfüllung.

Vorteile:

  • Materialeinsparung und Gewichtsreduktion durch Hohlraumstruktur

  • Geringere Zykluszeiten, da weniger Schmelze gekühlt werden muss

  • Minimierung von Einfallstellen und Verzug

  • Hohe Steifigkeit trotz geringeren Materialeinsatzes

Nachteile:

  • Höhere Werkzeugkomplexität und Investitionskosten

  • Prozess erfordert präzise Steuerung von Gasdruck und Timing

  • Eingeschränkte Eignung für sehr kleine oder filigrane Bauteile

 

 

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